Saisonbericht 2008/2009
Iron-Dog Racing-Team
Das Team bestand aus den Fahrern Wolfram Schumacher und Michael Kirchner und unseren 17 Alaskan Huskys.
Es wurden drei Internationale Rennen gefahren und alle erfolgreich beendet.
Sedivackuv Long 333km
Tschechien
3. PLATZ
Deutsche Meisterschaft Middle Distance
Oberwiesental
3. Platz
Amundsen Race 450km
Norwegen
29. Platz
SEDIVACKUV LONG 333km 2009
Beim Sedivackuv Long kamen alle Hunde zu Einsatz und wurden auf zwei Teams verteilt. Das Rennen in Tschechien war als Vorbereitung für unseren Saisonhöhepunkt in Norwegen geplant. Michael hatte die besten 10 Hunde im 1. Team und ich die schwächeren 7 Hunde im 2. Team. Die Schneeverhältnisse waren gut aber die Temperaturen waren viel zu warm und sorgten für Tauwetter und sehr schwierige Bedingungen. Der Start war Abends auf dem Marktplatz von Destne geplant. Der Weg von StakeOut zum Start führte über Straßen, Wiesen und einer steilen Abfahrt über eine Skipiste. Nach einer Straßenquerung war man dann nach einem Kilometer Anfahrt am Start. Die ersten Meter hatten es in sich, da man sich sehr winkelig und eng, quer durch den Ort, zum Ortsausgang durchschlagen mußte. Den Rest der 45 km waren anspruchsvolle Strecken durch die Höhenzüge rund um den Ort. Der tiefe, feuchte Schnee machte schon die erste Etappe zu einer Kraftprobe und die Hunde waren im Ziel alle sehr müde.
Am nächsten Morgen war es wieder nass, nebelig und viel zu warm. Die Hunde von Michael hatten sich gut erholt, bei meinem Team hatte die Etappe Spuren hinterlassen. Der Start zur 90 km Etappe verlief problemlos. Eigentlich sollten wir über die Grenze nach Polen fahren um dort zu biwakieren, doch das Tauwetter hatte den Biwakplatz in einen See verwandelt und so fuhren wir eine große Schleife und sollten Abends wieder an unseren Fahrzeugen sein. Die Trails in Tschechien waren gut aber die Schleife in Polen ware sehr schlecht. Zum Teil fuhren wir über fast grüne Wiesen und auf Schotterwegen! Es war wieder sehr anstrengend für die Hunde und einige meiner Hunde hatten Probleme. Bei Michael lief alles rund, und er kam als Dritter ins Ziel. Ich entschied mich nach 70 km ins Ziel zu fahren, da wir alle Hunde vorbereiten wollten und mein Team einfach noch nicht so weit war. Damit war ich aus der offiziellen Wertung, konnte aber das Rennen zu Ende fahren und den Hunden wichtige Trainingskilometer verschaffen.
Die Nacht war wie immer kurz und der Start war auf 9 Uhr festgelegt. Das Team von Michael sah richtig Gut aus und wurde von Tag zu Tag stärker. Ich entschied meinen Hunden einen Tag Pause zu gönnen, um dann den Rest des Rennen zu fahren und sie somit für unser Ziel Norwegen vorzubereiten. Das Wetter war auch an diesem Tag alles andere als gut, aber unser Team absolvierte die vorgegebenen 65 Kilometer ohne Probleme. Michael konnte den dritten Platz halten und alle Hunde machten einen super Eindruck als er durchs Ziel fuhr. Nach dem Versorgen der Hunde, rollten auch wir uns in die Schlafsäcke um für den kommenden Tag fit zu sein.
Für den 4. Tag war die selbe Strecke wie am Vortag geplant. Alle Hunde beider Teams kamen gut erholt und happy aus ihren Boxen. Es wurden alle Hunde eingespannt und wir machten uns um 9 Uhr auf den Weg. Im Tal war nebeliges, feuchtes Wetter, aber so bald man den Anstieg in die höher gelegenen Zonen geschafft hatte, wurde man mit blauem Himmel und Sonnenschein belohnt. Michaels Team hatte keinerlei Probleme und konnte auch an diesem Tag wieder voll überzeugen. In meinem Team hatten sich alle wieder erholt und wir hatten einen soliden Lauf.
Am letzten Tag hatten wir eine Abschlussetappe von 25km. Bei sonnigen und kühlem Wetter starteten wir um 10 Uhr mit beiden Teams. Die Hunde gingen sehr motiviert ans Werk und so flogen wir nur so über die erste Teil der Strecke. Auf den letzen 15km kam kräftiger Wind auf, der von allen Vier- und Zweibeinern die letzten Kräfte abverlangte. Wir konnten mit beiden Teams, dank der großen Erfahrung, das Rennen mit guten Zeiten beenden.
Michael konnte mit den IRON-Dogs den guten 3. Platz im Gesamtklassement einfahren.
DEUTSCHE MEISTERSCHAFT DISTANCE 2009
Die Veranstaltung fand am 7.-8. Februar in Oberwiesenthal auf dem Gelände des Langlauf-Leistungszentrum statt.
Nachdem Schnee- und Wetterbedingungen sehr gut waren, wollte ich die Zeit vor der Abreise nach Norwegen, für einen Test im Schnee nutzen. Ich startete mit meinen 6 Hunden in der limitierten Klasse auf der 35km Strecke. Ich machte mir keinerlei Hoffnungen auf die vorderen Plätze, da die Hunde für die Langstrecke trainiert waren und auf Grund ihres Alters und Rasse das Tempo auf der kurzen Strecke nicht laufen würden. Aber die IRON-DOGS sollten dabei sein und ihr Bestes geben.
Wie immer gingen die Distance-Fahrer als erstes auf die Strecke. Wir hatten kaltes Wetter und eine perfekt präparierte Strecke. Die Hunde waren hoch motiviert und arbeiteten perfekt. Wir genossen den sehr anspruchsvollen Trail und waren am Ende des ersten Tages nicht so weit hinter der starken Konkurrenz. Jetzt mussten wir nur am zweiten Tag nur eine gleichgute Leistung bringen, dann wäre der Leistungstest erfolgreich.
Nach der tollen Veranstaltung am Abend, viel das Aufstehen etwas schwer am Morgen. In der Nacht gab es einen Wetterumschwung und es schneite und stürmte bis in die Morgenstunden. Es war klar, dass der Lauf Heute unter verschärften Bedingungen stattfinden würde. Für uns war das Gut, da meine Hunde bei schwierigen Bedingungen immer gut laufen. Es wurde in umgekehrter Reihenfolge gestartet. Nach der Hälfte der Strecke hatte uns noch keines der schnellen Teams überholt, was mir zeigt, dass wir sehr gut unterwegs waren. Im Ziel waren wir als einziges Team eine bessere Zeit als am Vortag gefahren. Ich war stolz auf meine alte Garde, die wieder bewiesen haben, dass sie echte IRON-DOGS sind.
Der Lohn für die harte Arbeit war der 3. Platz In der Deutschen Meisterschaft Distance.
AMUNDSEN RACE 2009
Unser Saisonhöhepunkt war das Langstrecken-Rennen über 422km vom 27.-30.03.09 in Norwegen. Nach vielen Monaten Training, den Vorbereitungsrennen und unserem Trainingslager, war es am 27. März endlich soweit. Das IRON-DOG RACING-TEAM stand mit 48 Teams am Start in Östersund. Am Start war das „who is who“ der Langstreckenszene und somit eine beeindruckende Konkurrenz mit der wir uns messen wollten.
Das Rennen wird in 5 Etappen mit zwei Pflichtpausen von 4 und 6 Stunden ausgefahren. Nach Erledigung des Papierkriegs und des Veterinär-Checks, konnten wir zur vorgegebenen Zeit unsere Hunde und Material auf der zugefrorenen Bucht vor Östersund ausladen. Für jedes Team waren zwei Pfähle im Eis eingefroren, an denen man die 12 Hunde und den Schlitten sichern konnte. Danach musste man das Fahrzeug wieder vom Eis auf den Parkplatz fahren. Anschließend konnten der Musher zusammen mit seinem Helfer die Hunde vorbereiten und einspannen. Die Anspannung war auf dem Höhepunkt, da das Amundsen Race, als einziges Rennen der Welt mit einem Massenstart beginnt.
Nach einem letzten Klaps auf die Schulter überließ ich Michael seinem Schicksal und suchte mir einen guten Platz, um das Spektakel zu beobachten. Trotz der 580 Hunde, verlief der Start problemlos. Unser Plan war es, die 140km der ersten Etappe ruhig und langsam anzugehen. Es gelang Michael auch sehr gut und die Hunde fanden schnell ihren Rhythmus. Nach dem Verlassen der zugefrorenen Bucht, wand sich der Trail durch schwedischen Berge. Die erste Nacht war windig und kalt und der Trail war tief und anstrengend für die Hunde. Nach 11:49 Stunden erreichte unser Team den Checkpoint Ljungdalen. Hunde und Musher waren müde aber in sehr guter Verfassung. Das Versorgen der Hunde war in Rekordzeit absolviert und sie konnten sich einrollen und schlafen. Für den Musher war erst einmal ein warmes Essen und das trocknen der Kleidung angesagt. Das Team lag genau im Plan und wir hatten keinerlei Verletzungen. Viele unserer Konkurrenten erging es nicht so gut und sie mussten viele Hunde aus ihren Teams nehmen. Geplant waren 4 Stunden Pause, aber wir gingen etwas vorher auf die nächste Etappe.
Bis Tänndalen waren es 69 Km. Dieses Teilstück war eine Schlüsselstelle, da die Strecke über hohe Berge führte, und bei schlechtem Wetter sehr gefährlich sein konnte. Das Wetter war perfekt und Michael war nach 7 Stunden im Checkpoint, wo man die vorgegebene Ruhezeit von 6 Stunden machen musste. Die schwere erst Hälfte war geschafft und alle hatten sich 4 Stunden Schlaf verdient. Bis zu diesem Zeitpunkt hatten wir noch alle Hunde und keine Probleme. Tänndalen war auch der einzige Punkt an dem Proviant aufgefüllt werden konnte für die restlichen 211 Km. Nach zwei Mal füttern und 6,5 Stunden Pause, führte ich das Team um 23:00 Uhr zum Start. Die nächsten 83 Km waren laut Streckenproviel ohne großen Schwierigkeiten. Das Wetter zeigte sich von seiner besten Seite und so stand einer Überquerung der Schwedisch/Norwegischen Grenze nichts mehr im Wege.
Der Checkpoint Grövelsjön war auf einem zugefrorenen See. Es war ein sehr idyllischer Platz aber auch sehr kalt. An diesem Punkt musste man noch einmal 4 Stunden Pause machen, bevor die letzten 130 Km bis ins Ziel in Angriff genommen werden können. Als das Team einläuft, wird klar warum sie länger gebraucht haben als geplant. Michael hat zwei Hunde im Schlittensack. Für die beiden ältesten Hunde im Team war die letzte Nacht zu viel. Sie sind mit ihrer Kraft am Ende und einfach nur müde. Zum Glück haben wir die Sonne, die die Pflichtpause angenehmer macht. Nach dem Füttern dürfen die Hunde bis zur Abfahrt schlafen. Zusammen mit dem Tierarzt entscheiden wir, die zwei angeschlagenen Hunde aus dem Team zu nehmen. Exakt nach 4 Stunden verlassen die 10 Hunde den Checkpoint Richtung Röros.
Die 90 Km bis Tufsingdalen zum letzten Checkpoint, waren eine lange Abfahrt. Es war geplant die Strecke bis ins Ziel durchzufahren. Zur Sicherheit wollte ich aber in Tufsingdalen warten, falls noch ein Hund Probleme hat. Nach 7:50 Stunden erreichte das Team den Checkpoint. Die Hunde sahen richtig fit aus und liefen ein gleichmäßiges Tempo. Nur der jüngste im Team hatte Schwierigkeiten das Tempo zu halten. Aus Vorsicht nahmen wir ihn aus dem Team und Michael setzte, nach 5 Minuten Halt, die Fahrt ins Ziel fort .
Als das Team am 30. März Morgens um 1:25 Uhr in Röros die Ziellinie überquerte, konnte man dem Team nicht anmerken, dass sie 422 Km gelaufen waren.
Am Ende belegte das IRON-DOG RACING-TEAM den 29. Platz von 48 Startern. Für uns ist das ein hervorragendes Ergebnis bei diesem hochklassigen Starterfeld. Das Amundsen gilt auch als ein sehr schweres Rennen, was die Ausfallquote von über 30 % zeigt.
Alles in Allem hatten wir wieder eine sehr erfolgreich Saison und die eingefahrenen Erfolge können sich sehen lassen.
Ich möchte mich recht herzlich für Ihre Unterstützung und Vertrauen bedanken und würde mich freuen wen wir auch 2010 gemeinsam die Erfolge des IRON-DOG RACING-TEAMS feiern könnten.
SEDIVÁCKUV LONG 2008
Das Sedivackuv ist ein Internationales Langstrecken-Rennen mit Start und Ziel im Ort Destne an der Tschechisch Polnischen Grenze. Es wurde eine 222 Km und eine 333 Km Strecke in verschiedenen Klassen angeboten, die dieses Jahr von 22. – 26. Januar zu bewältigen war. Es waren insgesamt 70 Teilnehmer gemeldet und es versprach ein interessantes Rennen zu werden.
Schon die Anreise ist ein kleines Abenteuer. Bis Prag war es problemlos, aber die Fahrt durch Prag und die Landstraßen bis zum Ziel waren eine Herausforderung ans Kartenlesen. Ich war froh, dass ich Michael dabei hatte, der uns sicher navigierte und wir um Mitternacht in Destne ankamen. Bis wenige Tage vor dem Start waren optimale Bedingungen im Riesengebirge, doch dann kam die Wärme und der Regen.
Das Steak-Out war eine grüne Wiese und man konnte den Schnee nur auf den Höhen erkennen. Wir bezogen unser Zimmer, versorgten die Hunde und nach einem Glas Bier, legten wir uns schlafen.
Bei der Besprechung am nächsten Morgen wurde klar, dass das Rennen nicht wie geplant stattfinden kann. Es war eine Schleife von etwa 25 Km fahrbar und diese wollte man nutzen um auf eine Gesamtdistanz von 200 Km zu kommen. Der Start wurde auf den nächsten Tag verlegt, da man wegen der fallenden Temperaturen auf Schneefall hoffte, damit die ersten 2 Km bergan nicht auf der grünen Wiese zu fahren waren.
Ich hatte aus den 14 Hunden vom Grande Odyssee zwei Teams mit 7 Hunden in der offenen Klasse gemeldet. Gefahren wurden die Teams von Michael in der Touren-Klasse und mir in Offen.
In der Nacht vor dem Start schneite es tatsächlich leicht und so hatten wir einen leicht „gezuckerten“ Start-Hang. Der Start verlief problemlos und die Strecke war, nachdem die Wiese überwunden war, wirklich gut. Danach gab es noch eine schwierige Passage, bei der man durch ein schneeloses Geröll-Rinne, 500 Meter steil nach oben musste. Der Rest war ein anspruchsvoller, schneller Trail.
Die Hunde hatten sich in der kurzen Zeit nach dem Grande Odyssee gut erholt und so hatten wir am 1. Tag die schnellste Laufzeit und waren 1. in der Gesamtwertung.
Die Versorgung der Teilnehmer war bestens organisiert. Es gab den ganzen Tag warmes Essen und Getränke und am Abend konnte man gemütlich zusammensitzen.
Nach dem tollen Start wollte ich meinen Vorsprung natürlich halten . Leider war der gefallene Schnee vom Vortag weggetaut und so waren die ersten Kilometer am 2. Tag auf grüner Wiese zurückzulegen. Durch das Höhentraining war das Team gut in Form und deshalb überholten wir schon viele Konkurrenten auf den ersten schwierigen Kilometern. Wir hatten einen super Lauf und waren wieder schnellstes Team und konnten unseren Vorsprung ausbauen. Die Abfahrt über die Wiese bis in den Zielbereich, war jedes Mal ein Abenteuer und Material-Test zugleich.
Leider verletzte sich einer der Hunde und deshalb konnte ich die 3. Etappe mit nur 6 Hunden starten. Zu unserem Glück wurden an diesem Tag nur 34 km gefahren. Obwohl ich nur ein kleines Team hatte, waren wir mit dem 4. Platz in der Tageswertung, sicherer Erster in der Gesamtwertung.
Für den letzten Tag wurde die Strecke leicht geändert und es waren 42 Km zu fahren. Auch an diesem Tag blieb uns die „grüne Hölle“ nicht erspart, aber meine 6 Hunde gaben ihr Bestes. Man merkte ihnen aber die Anstrengungen der letzten Wochen an und auch ich gab mein Bestes um sie so gut es ging zu unterstützen. Trotz aller Schwierigkeiten, waren wir das zweitschnellste Team an diesem Tag und die Sensation war perfekt! Wir gewannen das Sedivackuv Long bei unserem ersten Start mit über einen halben Stunde Vorsprung auf das nächste 10 Hunde-Team. Michael Kirchner gewann klar die Touren-Klasse.
Eine tolle Leistung der Hunde, die sich müde in ihren Boxen ausruhten und von uns in der Nacht nach Hause gefahren wurden.
Man muss dem Team um Pavel Kucera ein großes Lob aussprechen. Sie haben es verstanden mit Flexibilität und guter Laune das Rennen trotz schlechter Verhältnisse durchzuführen. Bei diesem Rennen ist es auch schon lange kein Problem, dass Reinrassig und Offen zusammen Sport betreiben.
Wir haben uns sehr wohl gefühlt und hoffen für mehr Schnee im nächsten Jahr.
Wolfram Schumacher
LA GRANDE ODYSSEE
Wie geplant verließen wir Stammheim am 4. Januar punkt 10 Uhr mit 13 Hunden, 2 Schlitten und ca. 400 kg Material. Die Anreise war Problemlos, bis auf die Tatsache, dass uns unser Navigationsgerät auf unserer Fahrt nach Avioraz, auf eine geschlossenen Pass lotste. Der Ort am Ende des Tales war aber ein guter Platz zum übernachten und so endete unser erster Tag mit einer unbequemen Nacht im Auto.
Am nächsten Tag war dann offizielle Anreise und alle 23 Teilnehmer bezogen ihre Quartiere und Stake-Out. Der Rest des Tages war mit dem Gesundheits-Check der Hunde und offiziellen Terminen ausgefüllt. Leider waren die Schneeverhältnisse unterhalb 1500 Meter schlecht und so musste die Organisation während der gesamten Veranstaltung immer die Streckenführung den Schnee und Wetterbedingungen anpassen.
Nach der erste Etappe war klar, dass ich am Schwersten Rennen der Welt bin und die Hunde und ich etwas Zeit brauchen um uns an die Höhe zu gewöhnen.
Die ersten beiden Tage hatten wir Plustemperaturen und schlechtes Wetter, danach war es kalt und sonnig. Die Etappen im Portes du Soleil Gebiet waren extrem schwierig und wir mussten schon an den ersten 4 Tagen an die Grenzen gehen.
Nach zwei Tagen hatten wir uns gut akklimatisiert und die Leistungskurve ging bei den Hunden und mir steil nach oben. Für die nächsten beiden Etappen musste der ganze Tross von Avioraz, 180 km nach Megève umsetzen.
Vor der Sporthalle mitten im Stadtkern hatten wir unseren Standplatz und auch hier war Schnee Mangelware. Die Etappen wurden in den Bergen um Megève gefahren, geschlafen und gegessen wurde in der Turnhalle. Das Zuschauerinteresse war groß und die beiden schweren Etappen liefen richtig gut für mich.
Nach der letzten Etappe in Megève startete die letzte Umsetzaktion nach Lanslebourg. Nachdem wir uns eingerichtet und unsere Klamotten im Zimmer verstaut hatten, war es Zeit für den offiziellen Empfang mit Abendessen.
Ich habe mich früh in Mein Bett gelegt, da es der erste Tag war, wo wir 30 Stunden Pause bis zu nächsten Start hatten.
In den folgenden 5 Tagen fuhren wir 6 wunderschöne Etappen mit zwei Übernachtungen auf 2000 Meter. Für die Biwaks musste man alles Futter und Material mitnehmen und deshalb waren die Schlitten auf diesen Abschnitten richtig schwer. Die französischen Gebirgsjäger hatten für uns und die Organisation ein Zeltlager mitten im Gebirge aufgebaut. Man konnte dort seine Kleidung trocknen und essen, aber geschlafen wurde bei den Hunden im Freien.
Die Abschlussetappe war mit 80 km noch einmal richtig lang und alle mussten die letzten Reserven mobilisieren. Es war ein unbeschreibliches Gefühl, als wir nach 900km und fast 30000 Höhenmetern, die Ziellinie als 15. überquerten.